SGGL - Geschichte
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Geschichte
Ein Rückblick....

Gründung der Segelfluggruppe Churfirsten (später SGGL Glarnerland)

1946: In Walenstadt, am östlichen Ende des Walensees, am Fusse der stolz aufragenden Churfirsten, stand unsere Wiege. Der Name wurde der dominierenden Bergkette der Churfirsten entlehnt. An der Gründungsversammlung durfte Gründerobmann O. Kamber bereits 16 Mitglieder begrüssen. Der Materialpark umfasste damals eine S18 III HB-353, eine Autowinde, einen Transportanhänger, sowie ein Gruppentransportauto. Als Fluggelände wurde die Allmend ausplaniert.

Das Anfangsinventar der SG Churfirsten 1946: S18 III HB-353, Motorwinde und Zugfahrzeug mit Anhänger

Der Anfang war auch geprägt von Wanderjahren ohne festen Flugplatz. Mit unseren Anhängern zogen wir von Wiese zu Wiese oder von Flugplatz zu Flugplatz in der Ostschweiz

1956: Am 10- jährigen Jubiläum erhielt die Gruppe mit der S21 HB-280 ihren ersten Doppelsitzer.

Der Doppelsitzer S21 HB-280 nach erfolgreicher Totalrevision (1956)

Umzug auf den Flugplatz Mollis

1959: In diesem Jahr ergab sich nach intensiver Suche die Möglichkeit auf dem Militärflugplatz Mollis sässhaft zu werden. Ausserhalb der Militärnutzung konnten wir einen Fliegerunterstand als Hangar benützen. Bereits in diesen frühen Jahren haben wir Schlepp- und Windenbetrieb durchgeführt.

1960: Durch die Inbetriebnahme der neuen Rhönlerche HB-666 wurde eine rationelle Schulung ermöglicht. Die Freude war leider von kurzer Dauer, da sie bei einbrechendem Föhn bei einer Aussenladung zu Bruch ging.

1961: Ein bedeutendes Jahr: Heiri Walt wird unser erster gruppeninterner Fluglehrer. Nun war erstmals ein regelmässiger Flug- und Schulungsbetrieb möglich und zum ersten Mal wurde die 1'000er Startzahl überschritten (1'145).

1962: 1'500 Starts, 400 Stunden, 8 Silber- C und 5 'Amtliche' waren ein stolzes Ergebnis. Leider war dieses Jahr wieder überschattet von einem tragischen Unfall. Die wieder aufgebaute Röhnlerche touchierte ein Holztransportseil und stürzte ab. Der Pilot und sein Passagier kamen ums leben und das Flugzeug wurde zerstört.

1964: Im benachbarten Schänis richtete die SG Lägern den Flugplatz ein. Unsere Reaktion auf den zu erwartenden Konkurrenzdruck war der an der GV stark umstrittene Kauf einer Standard Austria. Unser damaliger Obmann Kurt Herr stürzte mit diesem anspruchsvollen Hochleistungsflieger nach einem Seilriss an der Winde tödlich ab. Unser Cheffluglehrer Heiri Walt wird neuer Obmann und mit dem Kauf einer K-8 HB-809 wird der Grundstein für eine künftige Flottenentwicklung gelegt.

Stürmische Zeiten

1968: Es findet eine 'Palast- Revolution' statt und der ganze Vorstand tritt zurück und macht den 'Revoluzzern' Platz. Res Senn wird neuer Obmann. Es wird das erste eigene Schleppflugzeug 'Champion HB-UAK' angeschafft, das durch eine IG finanziert und der Gruppe zur Verfügung gestellt wird.

1969: Das Militär benötigt die uns zur Verfügung gestellten Unterstände leider für eigene Zwecke. Unser Hangarproblem versuchen wir mit einem Zelt zu zu lösen und unser Schleppflugzeug können wir in Schänis hangarieren. Es ist ein komplizierter Flugbetrieb, der wenig einbringt und viel kostet. 

1969-1970: Hangar- Zelt in sumpfiger Wiese. Das 'tropische Klima' im Zeltinnern schadet jedoch den Holzflugzeugen.

1970: Res Senn muss aus beruflichen und familiären Gründen von seinem Amtals Obmann zurücktreten. Tobias Jenny übenimmt dieses Amt. Infolge der Ausmusterung von Venom- Kampfflugzeugen konnte uns das Militär den Unterstand wieder zur Verfügung stellen. Die von der Zeltübung stark angeschlagenen Finanzen machten eine Überprüfung unserer Flugzeugflotte nötig. Es wurden daraufhin eine Mucha und eine Mü13, die wir als halter betrieben hatten, zurückgegeben, sowie aus unserem Bestand zwei K-8 und die Röhnlerche verkauft. Nach dieser gewaltsamen Abmagerungskur verblieben uns noch eine K-2 (Doppelsitzer),  eine K-8, eine S18 und das Schleppflugzeug.

Kontunierlicher Wachstum und erste Streckenflugerfolge

1972: Unsere Finanzen erlauben uns, mit Hilfe von Subventionen des Aero- Clubs und vom Sport- Toto den kauf unseres B-4 HB-1116. Mit ihr geht die Ära der reinen Holzflugzeuge zu Ende. Sie fliegt auch heute noch in unserer Gruppe und ist immer noch bei Schülern und Aktiven beliebt.

1976: Ein Standard Cirrus HB-1015 gesellt sich als Spitzenflugzeug zu unserem Flugzeugpark und läutet die Zeit der Kunststoff- Flugzeuge in Mollis ein. Die seit Ende der 60er- Jahre systematisch betriebene Streckenfliegerei trägt Früchte. Im nationalen Segelflugwettbewerb gewinnt A. Grüninger in der Gruppenklasse. Zusammen mit W. Danz und M. Berger werden sie zweite im Gruppenwettkampf. Ebenfalls konnten wir in diesem Jahr unsere neue Winde in Betrieb nehmen, die uns die nächsten 30 jahre in die Luft helfen sollte.

Die Bauchefs der 1976 in Lizenz erbauten 'Tost- Winde' (Hans Pfeiffer, Georg Heussi und Peter Gätzi)

Unser neuer Hangar

1977: Nach unzähligen Versuchen bei den Gemeinden Mollis und Netstal erhalten wir überraschenderweise von der Gemeinde Netstal die Zusage einen neuen Hangar im Baurecht erstellen zu dürfen. Bald war ein Bauprojekt zur Baueingabe bereit, die nur noch durch die Einsprache vom Natur- und Heimatschutz verzögert wurde.

1978: Nach erfolgter Bewilligung und abgeschlossener Detailplanung konnte mit dem Bau unseres neuen Hangars begonnen werden. An unzähligen Samstagen wurden Stahlprofile geschnitten, Löcher gebohrt und der Rohbau aufgerichtet und verschweisst. Die Kosten von CHF 130'000.00 konnten wir knapp zur Hälfte aus eigenen Mitteln finanzieren und den Rest Dank Zuschüssen vom Aeroclub, Sport- Toto, einer Hypothek der GLKB, sowie durch Darlehen von Gruppenmitgliedern.

1979: Unser neuer Hangar, unmittelbar neben dem Startplatz, erweist sich als grosser Vorteil, indem auch bei weniger gutem Wetter Flugbetrieb stattfindet und und das hangarbüro zum Treffpunkt wird. Von Sitterdorf können wir einen Motorsegler AVO 68 mieten. Es braucht jedoch einige Zeit, bis er von den reinen Segelfliegern einigermassen akzeptiert wird.

1982. Als günstige Gelegenheit können wir eine DG-100 erwerben. Aber auch diese Flugzeug steht unter keinem guten Stern. nach einer Wiedermontage nach einer Aussenlandeung wird das Höhenruder nicht richtig angeschlossen und geht während dem Start verloren. Das Flugzeug wird zerstört und der Pilot verletzt. Als Ersatz bestellen wir eine ASW-19. Im Sommer verliern wir unsere K-2 beim Hangsegelflug am Schilt. Die Passagierin erleidet leichte Verletzungen und der Pilot bleibt glücklicherweise unverletzt. Die K-2 wird an Ort und Stelle angezündet.

Neues Schleppflugzeug und neuer Schulungs- Doppelsitzer

1983: Unser Champion- Schleppflugzeug wird revisionsbedürftig und die GV entscheidet auf eine Revision zu verzichten und ein Occassions- Schleppflugzeug vom Typ Robin DR 400/180 Remorqeur in Norddeutschland günstig zu kaufen. An Auffahrt stellt sich eine starke Föhnlage ein und Kari Jenny startet zu mit der ASW-19 zu einem Föhnflug. Nicht verriegelte Bremsklappen lassen die ASW tief unter dem Robin hängen. Kari streift mit dem Flügel einen Baum und stürzt tödlich ab. Die ASW wird zerstört. 

1988: Unsere K-2 hat ausgedient und unsere neue ASK-21 wird am 'Glarner Flügertag' im August durch die Gattin des Gemeindepräsidenten auf den Namen 'Netstal' getauft. Auch heute lernt noch Jung und Alt auf dieser ASK-21  HB-1970 bei uns fliegen.

Erster Schweizermeister Titel durch Werner Danz

1990: Dieses Jahr geht als Spitzenjahr in unsere Vereinsgeschichte ein. An der Schweizermeisterschaft in Sion werden unsere Mitglieder Werner Danz und Dani Künzler in der Standardklasse Schweizermeister- und Vizemeister. Im nationalen gewinnt Dani Künzler in der Standardklasse und zusammen mit W. Danz und Ch. Hostettler gewinnt unsere Gruppe den Gruppenwettkampf. Mit 1700h ist es auch von der Auslastung her ein Spitzenjahr.

1991: In der Zwischezeit hat unsere Gruppe 60 Mitglieder und folgende Flugzeuge: ASK-21 HB-1970; K-8 HB-846; St.Cirrus HB-1015; ASW-19 HB-1974; AVO 68 HB-2039 und Robin HB-EZX.

1992: Nach 22 Jahren als Cheffluglehrer tritt Heiri Walt von seinem Amt zurück und wird auf Grund seiner unzähligen Verdienste zum Ehrenmitglied gewählt. Werni Danz wird neuer Cheffluglehrer. 

1993: Mit unserer neue DG-500/22 HB-3097 steht ab April unser neues Flagschiff für Umschulungen und Streckenfüge zur Verfügung. 

Namensänderung

1994: Um die Verbundenheit und Dankbarkeit gegenüber unserem Flugplatz und unserem Standortkanton auszudrücken, haben wir uns entschieden unseren Gruppennamen von 'SG Churfirsten' auf 'Segelfluggruppe Glarnerland' zu ändern. Gleichzeit hat auch unser altes Logo ausgedient und einem neuen Platz gemacht. 

1995: Unser Robin wird komplett revidiert

50 Jahre SGGL - Air Show Mollis

1996: Mit einer grossen Flugshow haben wir unser 50- jähriges Jubiläum gefeiert. An die 30'000 Personen haben trotz nicht optimalen Wetterbedingungen eine grossartige Fugshow genossen. In diesem Jahr wurde auch der Flugpaltzverein Glarnerland gegründet, der in Zukunft die Geschicke unseres Flugplatzes leiten soll. Dani Künzler übernimmt von Tobias Jenny das Amt des Obmann. Tobias hat während 26 Jahren bravurös die Geschicke unserer Segelfluggruppe geleitet und sie zielsicher durch alle Höhen und Tiefen geführt. Er wird unser neustes Ehrenmitglied. Unser Mose HB-2039 wird nach einem Föhnschaden verkauft.

2001: Die Gruppe übernimmt von unserem Gruppenmitglied Dani Künzler dessen DG-300 Elan HB-1902 (1630h/359 Ldg) inklusive Anhänger. Werni Danz erreicht einen super 3. Platz an der WM.

2003: Walti Elmer übernimmt von Dani Künzler das Amt des Obmanns

2006: Zum 60- jährigen Geburtstag unserer Segefluggruppe kaufen wir das sehr oekologische und leise Ecolight Schleppflugzeug Remos G3/600. Unser Robin wird unserem Mitglied Dani Schnyder verkauft und steht uns auch weiterhin wenn nötig als Schleppflugzeug zur Verfügung. Die Gruppe kauft ihrem Mitglied Werni Danz die DG-800S HB-3253 ab. Mit diesem Flugzeug hat Werni schon 2 Meisterschaften gewonnen.

2007: An der GV wird entschieden unseren Cirrus HB-1015, die K-8 HB-846 und unseren Motorsegler Falk HB-2126 zu verkaufen. Dafür wird die DG-300 HB-3072 aus der Westschweiz dazugekauft.

Organisation der Segelflugkonferenz
 
2008: Thomas Walt übernimmt von Walti Elmer das Amt des Obmanns. Der Höhepunkt des Jahres war die erstmalige und äusserst erfolgreiche Organisation und Durchführung der Segelflugkonferenz im Kanton Glarus. Die Vorbereitungen haben den Vorstand das ganze Jahr gefordert.

2009: Mit 11 Schülern erreicht unsere Ausbildung einen neuen Rekord und fordert auch unser nicht so grosses Fluglehrer- Team

2010: Unsere Gruppe ersetzt unsere 34 Jahre alte Winde mit einer gut erhaltenen Tost- Winde von der SG Nidwalden. Unser Windenteam revidiert sie und wir können pünktlich zu Saisonbeginn mit der Windenschulung beginnen. 

2011: Nach über 30 Jahren unfallfreiem Betrieb, erfahren wir einen tragischen Rückschlag. Am Karfreitag verunglückt unser Mitglied Däny Tresch beim WIndenstart tödlich und unsere DG-800S HB-3253 wird vollständig zerstört. Stundenmässig ist es ein gutes Jahr mit einem Plus vo 33% (total 1473h) und mit steigenden Mitgliederzahlen sowie gutem Schülerstand.

Integration der SG Alpin in die SG Glarnerland

2012: An unserer GV wird der Antrag auf die Integration der SG Alpin in unsere Fluggruppe einstimmig angenommen. Die SG Alpin ist aus der SG Blauer WIndsack entstanden und war seit den 60er- Jahren in Schänis zu Hause. Wegen rückläufiger Mitgliederzahlen haben sie sich entschieden ihre Gruppe aufzulösen. Neben 4 neuen Mitgliedern haben wir von der SG Alpin auch deren DG-1000 HB-3400 übernommen. SOmit sind wir neu stolze Besitzer von 3 Doppelsitzern.

Flottenbestand per 1. März 2012:

ASK-21 HB-1970; DG-500 HB-3097; DG-1000 HB-3400; DG-300 HB-1902; DG-300 HB-3072; ASW-19 HB-1714; B4 HB-1116; Remos G3/600 D-MRAE; Tost- Winde

 

Webcam
Termine
15.12.2017
Winterarbeit - DG300
16.12.2017
Wechsel DG300 -> DG500
22.12.2017
Winterarbeit - DG500